Dienstag, 5. März 2013

Ich hätte vielleicht auch beten sollen.

Die Tage läuft es nicht wirklich gut. Die Frage ist natürlich, nur für mich nicht, oder für alle ?
Die erste Tour, nach 2,5 Stunden Wartezeit und es ging zum Motel One am Airport. 5 Euro, kein Trinkgeld und machen sie mal eine Quittung.
Ich verabschiedete mich nicht, denn die Fahrgäste müssen es mal merken. Ich lerne selbst, durch diesen Blog, denn man vergisst natürlich viele Touren bzw. man verdrängt diese.
Ich lese mir aber ab und zu ältere Beiträge hier durch. Am Flughafen habe ich Zeit genug dazu.
Nächste Tour eine Dame mit einem 30 Kilo Koffer nach Winterhude. Diese sabbelte mich voll, dass sie auf den Malediven war und 3 mal " umsteigen " mußte. Es sei sehr anstrengend gewesen und sie sei sehr kaputt. Warum redet sie dann die ganze Zeit ?
Sie fahren aber durch den Stadtpark ? Ja, natürlich. 
Man muß immer vorsichtig sein bei Taxifahrern.
Ich wurde langsam sauer, aber dann wechselte sie sofort das Thema und schwärmte von ihrem Urlaubswetter.
Schön, ja toll.... 
Haben sie keinen Frisör, Freunde, oder Familienangehörige, denen sie dies erzählen können ? Das habe ich natürlich nur gedacht und nicht gesagt.
13,70 Euro, machen sie mal 14 Euro und bitte helfen sie mir mit dem Koffer.
Klar, ich habe das Ding rausgewuchtet und abgestellt.
Hier ist gleich der Eingang und bis zum Fahrstuhl reicht.
Hier ist Schluß sagte ich und stieg ins Taxi.
Super, denn dank des Trinkgeldes kostete mich der Kaffee nur 1,20 Euro, anstatt 1,50 Euro.
Manchmal frage ich mich, warum nennt man es Trinkgeld ?
Dann stand ich erneut lange rum und ein Taxifahrer nutze die Zeit:








Betet er jetzt sein Taxi an ?
Ich finde es einfach nur peinlich und die Fußgänger schauten auch entsprechend.
Es ist vergleichbar mit deutschen Urlaubern, die weiße Socken in Sandalen tragen.
Mit Sicherheit hatte er aber bessere Touren als ich heute.
Ich liebe die Türkei und solch eine Aktion, habe ich im Süden der Türkei noch nie gesehen.
Er betet gerade Richtung Süden, sollte ich ihm mal erklären, dass man Richtung Osten betet ?
Tja, vielleicht geht es doch nur um den Taxiumsatz und er betet sein Taxi an.
Lustig war heute Mittag ein Unfall, wie ich ihn in 15 Jahren nicht erlebt habe.
Das Taxi vor mir scherte aus und fuhr an 5 Taxen vorbei. Nanu, warum hat er das denn getan ?
Mir wurde zugewunken, dass ich es auch tun sollte. Dann sah ich, dass alle 5 Taxen wohl einen Unfall hatten. Die 5 Taxen waren alle beschädigt und zusammen geschoben.
Nach einer Kurztour erzählte mir ein Kollege, da hat ein Fahrer auf dem Taxiposten Gas und Bremse verwechselt und die Kollegen " sich näher gebracht ".
Vielleicht war es auch eine verklemmte Fußmatte, die auf das Pedal gedrückt hatte, sagte er.
Das gab es wohl noch nie, nur wundern mich immer Kollegen, die dauerhaft auf die Bremse treten.
Sprich diese stehen ( lesen Zeitung, usw. ) und stehen bei Stellung D auf der Bremse.
Mir ist selbst mal ein Fahrer leicht reingefahren, da er wohl den Druck etwas nachgelassen hat.
5 Taxen, da muß man aber schon etwas schneller gewesen sein und das zweite Taxi war vorn und hinten extrem beschädigt dadurch.
Da die Touren absoluter Mist waren, werde ich heute Abend noch mal etwas fahren. Ich wollte heute frei machen, da ein Wäscheberg und sonstige Hausarbeit wartet. Der Umsatz heute ist aber unter aller Sau.
Die Internoga Messe wird gerade aufgebaut, dass wird dann Umsatz bringen. Ich muß jetzt mal googeln, wann diese beginnt.




Kommentare:


  1. Wenn Jemand z. B. am Flughafen ist und betet, jedoch keine Möglichkeit hat um zu sehen in welcher Richtung Mekka liegt, ist es keine Sünde o. ä. in die "falsche" Richtung zu beten.

    Wenn der Sinn des betens erfüllt wird ist die Richtung nicht ganz so relevant.
    Lustig ist es aber es anzuschauen. In Rahlstedt beten sie im Heizungskeller!!!

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  2. Es gibt einen Gebetsraum am Flughafen. Immer schön, wenn die Kutscher mit einem Teppich unterm Arm dort hinlaufen. Dann gibt es oft Hupkonzerte, nämlich wenn diese nicht aufrücken.

    Wenn ein Taxifahrer am Flughafen nicht die Himmelsrichtung bestimmen kann, dann möchte ich nicht wissen, welche Umwege seine Fahrgäste ertragen müssen.

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